Palästina

Die Besatzungsmacht eskaliert ihre Aggression im Westjordanland und zerstört Häuser, Einrichtungen und einen Park.

(UNA/WAFA) – Die israelischen Besatzungstruppen haben am Montag ihre Abrissaktionen in mehreren Gebieten des Westjordanlandes, darunter Jerusalem, verstärkt und dabei drei Wohnhäuser, ein Gewerbegebäude, zwei Kasernen, einen Park und einen Autoverwertungsplatz ins Visier genommen.
In Ramallah wurden die Häuser der Brüder Nidal und Ahmed Mahmoud Abdel-Khaleq im Dorf Budrus westlich der Stadt sowie ein landwirtschaftlicher Schuppen abgerissen. Jedes Haus war etwa 150 Quadratmeter groß und beherbergte rund 14 Personen. Lokalen Quellen zufolge hatten die Besatzungsbehörden Nidal drei Monate zuvor über den Abrissbescheid informiert, woraufhin er Berufung einlegte. Der Abriss erfolgte jedoch noch vor einem Gerichtsurteil, obwohl sich beide Häuser innerhalb des Bebauungsplans des Dorfes befanden.
In Nablus haben israelische Besatzungstruppen eine Autowerkstatt in Huwara, südlich der Stadt, abgerissen. Lokalen Quellen zufolge stürmten die Besatzungstruppen, begleitet von einem Bulldozer, die Werkstatt und begannen mit dem Abriss. Sie gehörte Salama Hammad.
In Jerusalem zerstörten israelische Besatzungstruppen in der nördlich gelegenen Stadt Mikhmas einen landwirtschaftlichen Schuppen und einen Park, planierten einen Spielplatz und Ackerland und entwurzelten mehrere Bäume. In der nordöstlich gelegenen Stadt Hizma wurde zudem ein Geschäft abgerissen. Bei dem Einsatz wurden Tränengasgranaten eingesetzt, wodurch Dutzende Menschen Atemnot erlitten. Quellen zufolge handelte es sich bei dem zerstörten Geschäft um eine Autowaschanlage mit Zubehörladen von Muhammad Abu Sabah. Der Abriss erfolgte, um Platz für den Ausbau einer Straße zu schaffen, die ausschließlich Siedlern vorbehalten ist.
Innerhalb der Gebiete von 48 rissen die Besatzungsbehörden heute Morgen unter starkem Polizeischutz ein Haus im westlichen Stadtteil Arraba al-Batouf ab, angeblich weil es ohne Genehmigung gebaut worden war. Dies löste bei den Bewohnern, die die anhaltende Abrisspolitik anprangerten, weit verbreitete Wut aus.
Die Besatzungsbehörden setzen ihre Politik der Zerstörung von Häusern, Geschäften und Industriebetrieben in arabischen Städten innerhalb der Gebiete von 48 unter dem Vorwand des Bauens ohne Genehmigung fort, wie es jüngst in Rahat, Tuba-Zangariyya, Jadeidi-Makr, Yarka, Zarzir, Acre, Nazareth, Umm al-Fahm, Shafa'amr, Sakhnin, Ein Mahel, Jaffa, Kafr Qasim, Qalansuwa, Kafr Yasif, Ar'ara, Lod, Hurfeish und Kafr Qara sowie in mehreren Dörfern in der Negev geschah, was in der Bevölkerung breite Verurteilung als systematische Politik zur Verschärfung der Unterdrückung der arabischen Bürger hervorrief.

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