Palästina

Die Lage in Gaza mit dem nahenden Winter: Es gibt nicht genug Zelte und Lebensmittel.

New York (UNA/WAFA) – Hilfsorganisationen erklärten, dass die Hilfe, die den Gazastreifen erreicht, äußerst begrenzt sei, da der Hunger anhalte, der Winter nahe und die alten Zelte zu verfallen beginne, fast vier Wochen nach dem Waffenstillstand im Anschluss an den verheerenden zweijährigen israelischen Krieg.
Das Welternährungsprogramm erklärte in einer Stellungnahme, dass nur die Hälfte der benötigten Nahrungsmittel den Sektor erreiche, während eine Gruppe palästinensischer Organisationen angab, dass die Gesamtmenge der Hilfe zwischen einem Viertel und einem Drittel der erwarteten Menge liege.
Die Vereinten Nationen, die zu Beginn des Krieges täglich Zahlen über Hilfslastwagen veröffentlichten, die nach Gaza einfuhren, stellen diese Zahlen nicht mehr routinemäßig zur Verfügung.
Laut dem Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben der Waffenstillstand und die seit Mitte Oktober verstärkten Hilfslieferungen zu einer gewissen Verbesserung geführt.
Das Büro teilte mit, dass bei den in Gaza untersuchten Kindern immer noch 10 % an akuter Unterernährung leiden, im Vergleich zu 14 % im September. Mehr als 1.000 Kinder seien von den schwersten Formen der Unterernährung betroffen.
Das Büro fügte hinzu, dass die Hälfte der Familien im Gazastreifen, insbesondere im Süden, von einem verbesserten Zugang zu Nahrungsmitteln berichtete, da nach dem Waffenstillstand mehr Hilfsgüter und kommerzielle Lieferungen eingetroffen seien. Familien erhalten nun durchschnittlich zwei Mahlzeiten pro Tag, im Vergleich zu einer Mahlzeit im Juli.
Er fügte hinzu, dass es immer noch eine große Kluft zwischen dem Süden und dem Norden gebe, wo die Bedingungen noch viel schlechter seien.
Mit dem nahenden Winter benötigen die Bewohner Gazas Unterkünfte. Zelte sind in einem schlechten Zustand, und die Gebäude, die den Krieg überstanden haben, sind oft ungeschützt, instabil oder gefährlich.
Amjad Al-Shawa, Direktor des palästinensischen NGO-Netzwerks, das mit den Vereinten Nationen in Kontakt steht, sagte: „Wir nähern uns sehr bald dem Wintermonat, was bedeutet, dass mit Regen und Überschwemmungen zu rechnen ist, und es besteht die Möglichkeit, dass sich aufgrund der Anwesenheit von Hunderten Tonnen Abfall in der Nähe von Bevölkerungszentren viele Krankheiten ausbreiten.“
Er fügte hinzu, dass bisher nur 25 bis 30 % der erwarteten Hilfssumme für Gaza angekommen seien.
Schätzungsweise 1.5 Millionen Menschen benötigen in Gaza eine Unterkunft.

(Enden)

Ähnliche Neuigkeiten

Nach oben gehen