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Der Sicherheitsrat erörtert politische Lösungen im Nahen Osten; Guterres warnt vor den zunehmenden Auswirkungen der Krisen auf regionaler und internationaler Ebene.

New York (UNA/WAS) – UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte davor, dass der Nahe Osten immer tiefer in die Krise abgleitet, und betonte, dass die Auswirkungen der Eskalation nicht auf die Region beschränkt seien, sondern sich durch politische Spannungen, Vertreibung, Unsicherheit, Unterbrechung von Handelswegen und steigende Lebensmittel- und Treibstoffpreise auf die ganze Welt ausdehnen.

Dies geschah während einer hochrangigen Sitzung des UN-Sicherheitsrats mit dem Titel „Politische Lösungen im Nahen Osten erreichen: Vermittlung und Dialog für dauerhaften Frieden“. Es handelte sich um eines der wichtigsten Ereignisse während der kolumbianischen Präsidentschaft des Sicherheitsrats im Juni. Die Sitzung wurde vom kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro Arrego geleitet und fand unter Beteiligung von mehr als 70 Beamten statt.

„Die jüngsten Entwicklungen geben Anlass zu tiefer Besorgnis hinsichtlich der Möglichkeit einer vollständigen Wiederaufnahme des Konflikts“, sagte Guterres in seiner Rede. Er begann mit einem Bezug auf die Eskalation im Libanon seit März letzten Jahres und forderte eine diplomatische Lösung, die die Souveränität und territoriale Integrität des Libanon respektiert und auf der vollständigen Umsetzung der Resolution 1701 des Sicherheitsrates basiert. Er betonte, dass der politische Prozess mit einem umfassenden Waffenstillstand beginnen müsse, an den sich alle halten.

Bezüglich Palästina beschrieb Guterres die Lage im besetzten palästinensischen Gebiet als sich rapide verschlechternd. Er merkte an, dass Gaza trotz der vor acht Monaten verkündeten Waffenruhe weiterhin mit großer Unsicherheit und immensem menschlichem Leid konfrontiert sei, dass es täglich zivile Opfer gebe, humanitäre Operationen eingeschränkt würden und grundlegende Bedürfnisse nicht gedeckt würden.

Er forderte die vollständige Umsetzung des von den Vereinigten Staaten, Katar, Ägypten und der Türkei vermittelten umfassenden Plans und betonte, dass die Bereitstellung humanitärer Hilfe niemals als Verhandlungsmasse benutzt werden dürfe und dass Gaza ein integraler Bestandteil des palästinensischen Staates sei und bleiben werde.
Mit Blick auf die Golfregion sagte der Generalsekretär: „Der Waffenstillstand scheint eher eine brüchige Ruhepause oder eine vorübergehende Verringerung der Intensität der Bombardierungen zu sein.“ Er warnte vor der Gefahr, dass diese Ruhepause in eine ausgewachsene Konfrontation umschlagen könnte, und rief alle Parteien dazu auf, den Waffenstillstand zu respektieren und ihre Bemühungen um ein dauerhaftes Abkommen zu verdoppeln. Er forderte die Wiederherstellung der Schifffahrtsfreiheit in und um die Straße von Hormus sowie ernsthafte Verhandlungen über Nuklearfragen.

Guterres sprach die Lage in Syrien und im Jemen an und rief dazu auf, die Übergangsphase in Syrien nach 13 Jahren Gewalt weiterhin zu unterstützen und die erzielten Fortschritte zu sichern. In Bezug auf den Jemen begrüßte er ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Abkommen, das zur Freilassung von 1600 im Zusammenhang mit dem Konflikt Inhaftierten führte, und forderte die sofortige und bedingungslose Freilassung aller willkürlich inhaftierten UN-Mitarbeiter sowie anderer humanitärer und diplomatischer Kräfte.

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro sagte: „Für den Weltfrieden sind dringende Maßnahmen an zwei Hauptfronten erforderlich: die Bekämpfung des Klimawandels und eine rasche Dekarbonisierung sowie die Schaffung eines demokratischen globalen Regulierungsrahmens für künstliche Intelligenz.“ Er warnte vor den Gefahren von Desinformation, fremdenfeindlicher Rhetorik, Rassismus, Kriegen und Ungleichheit.

Während des Treffens betonten Vertreter mehrerer Länder die Wichtigkeit, politischen und diplomatischen Lösungen im Nahen Osten Priorität einzuräumen, und verwiesen auf die Vermittlungsbemühungen, an denen sie gemeinsam mit einer Reihe von Partnern, darunter Saudi-Arabien, die Türkei, Ägypten, Katar und China, beteiligt waren und die zu einem Waffenstillstand und einer Deeskalation beigetragen haben.

Sie wiesen darauf hin, dass ein dauerhafter Frieden nicht mit Gewalt erreicht werden könne und dass ein militärischer Sieg kein Ersatz für eine politische Einigung sei, und riefen alle Parteien zur Zurückhaltung, zur Deeskalation und zur Fortsetzung der Bemühungen um eine dauerhafte diplomatische Lösung auf.

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