
Ramallah (UNA/WAFA) – Die Veranstaltung „Arabischer Dokumententag 2025“, die vom Generalsekretariat der Liga der Arabischen Staaten in Zusammenarbeit mit der arabischen Regionalabteilung des Internationalen Archivrates organisiert wurde, ging am 12. und 13. November 2025 im Hauptsitz der Liga in Kairo unter breiter Beteiligung arabischer Erinnerungsorganisationen und -institutionen zu Ende.
Die Palästinensische Nationalbibliothek nahm an den Veranstaltungen teil, vertreten durch den Generaldirektor für Dokumentation und Archive, Fawaz Salameh. Am ersten Tag leitete Palästina die fünfte Sitzung des Exekutivkomitees der Einheitlichen Arabischen Strategie zur Rückführung geplünderter und verschleppter Archive in ehemaligen Kolonialländern. Diese Strategie umfasst sieben arabische Länder: Palästina, Algerien, Tunesien, Marokko, Irak, Libyen und Sudan. Sie wurde vom Rat der Arabischen Liga auf Ministerebene mit der Resolution Nr. (8266) vom 7. März 2018 gebilligt.
Bei dem Treffen wurden die Mechanismen zur Umsetzung der Strategie, die Koordinierung gemeinsamer arabischer Bemühungen und die Überprüfung der notwendigen technischen und diplomatischen Verfahren erörtert. Anwesend waren Vertreter der Organisation der Arabischen Liga für Erziehung, Kultur und Wissenschaft (ALECSO), Dr. Hala Gad, Direktorin der Generalabteilung für Information, Dokumentation und Übersetzung im Generalsekretariat der Liga der Arabischen Staaten, sowie der Präsident und Mitglieder der Arabischen Regionalabteilung des Internationalen Archivrates.
In einem damit zusammenhängenden Kontext nahm Salama in seiner Funktion als Vizepräsident der arabischen Regionalabteilung des Internationalen Archivrates an dem jährlichen Koordinierungstreffen zwischen der Regionalabteilung und der Generalversammlung der Leiter arabischer Archive teil. Dabei ging es um Möglichkeiten zur Verbesserung der institutionellen Zusammenarbeit und zur Aktivierung von Partnerschaften bei der Bewahrung des gemeinsamen arabischen Gedächtnisses sowie um die Entwicklung von Arbeitsmechanismen zwischen arabischen Archiven.
Am zweiten Tag eröffnete der Generalsekretär der Liga der Arabischen Staaten, Ahmed Aboul Gheit, die Dokumentarausstellung „Die Reise und das Schicksal“ im Museum der Liga unter Beteiligung von Beamten arabischer Archive, Botschaftern und Delegierten der Mitgliedstaaten sowie Persönlichkeiten aus dem Kulturbereich.
Die Ausstellung umfasst eine Sammlung von Fotografien und historischen Dokumenten, die die Geschichte der gemeinsamen arabischen Beziehungen seit der Gründung der Universität dokumentieren.
In seiner Rede betonte der Generalsekretär die Wichtigkeit einer verstärkten gemeinsamen arabischen Aktion zum Schutz nationaler Archive und zur Entwicklung von Methoden der Erhaltung und Digitalisierung, da diese das Gedächtnis der Völker und der Nation repräsentieren.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch eine Reihe arabischer Künstler und Forscher auf dem Gebiet des dokumentarischen Erbes geehrt. Der palästinensische Kandidat Aziz Al-Asa wurde in der Kategorie der Forscher und Interessierten am dokumentarischen Erbe ausgezeichnet.
Am Rande der Veranstaltung fand ein wissenschaftliches Symposium mit dem Titel „Achtzig Jahre gemeinsames arabisches Handeln“ statt, das aus zwei wissenschaftlichen Sitzungen mit der Teilnahme von Forschern aus den Bereichen Archivierung und Dokumentation bestand. Professor Fawaz Salameh präsentierte eine Forschungsarbeit mit dem Titel „Die Gegenseitigkeit der kollektiven Bewahrung des dokumentarischen Erbes – Nutzung der digitalen Transformation im arabischen kollektiven Bewusstsein“.
Die aktive Beteiligung der Palästinensischen Nationalbibliothek ist eine Bestätigung ihres Engagements für ihre arabische Rolle beim Schutz palästinensischer Archive und des palästinensischen Gedächtnisses sowie für die Stärkung der professionellen Zusammenarbeit mit arabischen Brüdern auf diesem wichtigen Gebiet.
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